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tips2026-11-255 Min. Lesezeit

Menüpreis: Zahl "245" oder ausgeschrieben — was verkauft besser?

Cornell Food Lab Studie und Istanbul Tapas-Bar A/B-Test zeigen, warum "245" sowohl "€245" als auch "zweihundertfünfundvierzig" beim Durchschnittsbon schlägt.

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thMenu Team

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Eine Tapas-Bar mit 12 Tischen in Istanbul änderte "₺245" zu "245" auf der Karte. Nach drei Monaten stieg der Durchschnittsbon von ₺320 auf ₺356 — rund 11% mehr. Bei "zweihundertfünfundvierzig" sank der Umsatz wieder. Preisformat ist wichtiger als viele denken.

Cornell Food Lab Experiment

Brian Wansink testete 2009 drei Versionen: "$20.00", "$20" und "twenty dollars". Die symbolfreie "20"-Version erhöhte den Durchschnittsbon um 8,15% gegenüber "$20.00". Das Währungssymbol aktiviert das Schmerzempfinden für Geldverlust — Entfernen dämpft die Reaktion.

Die ausgeschriebene Variante "twenty dollars" senkte überraschend den Umsatz. Wörter signalisieren Luxus und schrecken Alltagsgäste ab.

Der Karaköy-Fall

Die Bistro-Bar führte einen A/B-Test mit drei Versionen durch:

  • Version A ("₺245"): Ø Bon ₺356
  • Version B ("245" pur): Ø Bon ₺378, beste Performance
  • Version C ("zweihundertfünfundvierzig"): Ø Bon ₺298, Kaffee -22%

Sie blieben bei Version B. Reine Zahl wirkt premium ohne abzuschrecken.

Format passend zum Konzept

Bei Bistro/Casual: symbolfreie Zahl. Bei Sterneküche: ausgeschrieben kann den Luxusrahmen verstärken. Bei Streetfood: Symbol behalten, Gäste erwarten klare Preise.

"245.00" mit Komma-Stellen wirkt aufgeblasen — vermeiden Sie das bei runden Preisen.

FAQ

Wann funktionieren Wörter? Nur bei Tasting-Menüs ab €500 oder Michelin-Lokalen mit etabliertem Luxusrahmen.

Soll ich ",00" anzeigen? Nein, schreiben Sie "245" statt "245,00". Dezimalstellen lassen Preise größer wirken.

Wie teste ich das? Mit thMenu Toggle in einer Woche A/B-getestet, echte Daten statt Vermutungen.

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