Zwei Restaurants. Gleiche Karte. Eins schreibt "Frikadellen — 14,50 €"; das andere "Anatolische Rinderfrikadellen vierzehn". Gleicher Preis, 22% Unterschied im Bestellverhalten. Preispsychologie in Speisekarten ist die Wissenschaft dieses Unterschieds.
Das Währungssymbol verändert alles
"14,50 €" fühlt sich anders an als "14,50". Das Symbol aktiviert Zahlungsschmerz. Luxusrestaurants entfernen es deshalb seit Jahren.
Manche schreiben die Zahl sogar aus: "vierzehn" statt "14". Geringere Zahlungsreibung hebt den Bon um 8-12%.
Funktioniert .99 noch?
Charm pricing (9,99 €) funktioniert im Fast Casual. Das Hirn liest "unter zehn". Im Fine Dining kehrt es sich um: 19,99 wirkt billig.
Anker-Preis
Ein sichtbar teures Gericht pro Kategorie — etwa ein 42-€-Spezialgericht — lässt den Rest "vernünftig" wirken. Der Anker muss sich nicht verkaufen.
Nicht übertreiben. Wenn der Anker 3x teurer ist als der Rest, fühlt sich der Gast "ausgetrickst".
Preis raus aus der rechten Spalte
Klassische Karte: Name links, Preis rechts. Das Auge findet den Preis zuerst. Modernes Layout: Preis am Ende der Beschreibung, kleiner Punkt, gleiche Zeile.
Wort "Rabatt" vermeiden
"Rabattiert 8,99 €" entwertet das Gericht. Stattdessen "Saisonpreis" oder "limitierte Karte" — Knappheit statt Verzweiflung. Der Kampagnenmanager in thMenu unterstützt diese Rahmung.
Stufung: zwei Größen nebeneinander
Gleiches Gericht in zwei Formaten zu zwei Preisen — "Klassisch 13 € / Premium 18 €" — und 52% greifen zur oberen Option.
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