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guides2026-06-117 Min. Lesezeit

Barrierefreies digitales Menü für Gäste mit Behinderung gestalten

WCAG-Standards, Screenreader-Kompatibilität, farbenblindenfreundliche Paletten und große Schrift — was Barrierefreiheit konkret bedeutet.

th

thMenu Team

thmenu.com

Barrierefreiheit ist kein Compliance-Häkchen, sondern eine Design-Entscheidung, die Ihre Gästezahl direkt beeinflusst. Etwa 15-20 % der Erwachsenen leben mit einer Behinderung. Wenn Ihr digitales Menü sie ausschließt, verlieren Sie reservierte Tische ohne Bestellung. Dieser Leitfaden ist eine praktische Checkliste.

Was ist WCAG 2.2 und warum betrifft es die Speisekarte?

WCAG ist der technische Standard für Web-Barrierefreiheit. Drei Stufen: A, AA (empfohlen), AAA. AA ist das realistische Ziel. Der European Accessibility Act gilt seit Juni 2025 für E-Commerce; QR-Menüs sind im Graubereich, aber der Trend geht zur Pflicht.

Sehbehinderte: Screenreader-Unterstützung

iOS VoiceOver, Android TalkBack. Brauchen semantisches HTML: Produkte als <article>, Kategorien als <section>, Preise mit aria-label. Test: VoiceOver aktivieren, Augen schließen, Menü navigieren.

Farbenblindenfreundliche Palette

8 % der Männer sind farbenblind. Nur Rot für "ausverkauft" reicht nicht — kombinieren Sie mit Icon und Text. Kontrast min. 4,5:1 (AA). Helles Grau auf Weiß sieht elegant aus, ist aber bei 2,5:1 unlesbar.

Motorische Einschränkungen: Tap-Ziele

Tap-Ziele min. 44×44 Pixel, 8 Pixel Abstand. Gerade die Plus/Minus-Buttons im Warenkorb müssen großzügig sein, sonst landen 5 Frikadellen statt einer im Korb.

Allergene als versteckte Barrierefreiheit

Für Zöliakiker ist "Personal fragen" nicht okay — gefährlich. Jedes Produkt muss EU-14-Allergene klar zeigen. Plattformen wie thMenu füllen das per KI automatisch.

Fazit: Barrierefreie Menüs erweitern die adressierbare Zielgruppe um 10-15 %. WCAG-AA ist 1-2 Tage Aufwand und zahlt sich aus.

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