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guides2026-12-235 Min. Lesezeit

Decoy-Effekt im Menü-Design: 3 Regeln, die funktionieren

Drei konkrete Regeln aus Dan Arielys Rahmen: Ziel rechts, Decoy links, Preisabstand 35-45%. Beyoglu-Pizza-Fall steigerte Mid-Tier-Umsatz um 41%.

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thMenu Team

thmenu.com

Dan Arielys Economist-Abo-Experiment aus Predictably Irrational lasst sich direkt auf das Menu-Design ubertragen. Eine Pizzeria mit 20 Tischen in Istanbul Beyoglu wandte drei konkrete Regeln an und steigerte den Verkauf der mittelpreisigen Pizza um 41%.

Regel 1: Zielprodukt rechts, Decoy links

Die Augen scannen von links nach rechts; der erste Preis dient als Anker. Decoy ganz links setzt eine teure Referenz. Das rechteste Element ist der letzte Blickpunkt — und genau dort landet die Kaufentscheidung.

In Beyoglu: links Premium Truffle Pizza (22 EUR), Mitte Klassische Margherita (7 EUR), rechts Special House (14 EUR). Special House war der eigentliche Verkaufsfavorit.

Regel 2: Decoy 35-45% teurer als Ziel

Zu kleine Differenz (10%) macht Decoy attraktiv; zu grosse (80%+) macht ihn irrelevant. Optimaler Bereich: 35-45%.

Special House 14 EUR, Truffle 22 EUR — 38% Abstand. Premium wirkt zu teuer, Special House wirkt vernunftig.

Regel 3: "Premium" im Decoy-Namen

Semantische Label trennen Kategorien. "Premium", "Imperial", "Truffle" markieren den Decoy als eigene Klasse.

  • Premium / Imperial / Royal — Prestige-Label rechtfertigt Preis
  • Truffle / Wagyu / Saffron — teure Zutaten signalisieren Kategorie
  • Limited / Chef's Reserve — Knappheit normalisiert Preis

FAQ

Muss Decoy sich verkaufen? Nein. 5-10% Anteil reicht, auch null ist okay.

Funktioniert auf QR-Menus? Ja, sogar besser — Decoy oben fixieren, Ziel als "Empfohlen" markieren.

Ist das ethisch? Wenn Decoy echt ist und nicht gelogen wird, ja — es ist nur Sortier-Architektur.

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